Die Sage der Solothurnerzahl

Vor 11'000 Jahren..

..in der Jungsteinzeit, am Ende der letzten Eiszeit, findet die Sage der Solothurner 11 ihren Anfang.

Trotz der beginnenden massiven Klimaerwärmung, muss man sich vorstellen, dass sich zu dieser Zeit der grösste Teil der Schweiz, so auch Solothurn, noch unter einer, zum Teil hunderte Meter dicken, Eisschicht befunden hat. In der Region um Solothurn waren gerade einmal der Weissenstein bis ca. Höhe Oberdorf und die Regionen Richtung Jura Eis und Schnee befreit.

Soviel vorweg, Fakten sind Mangelware, im 18 Jh. entdeckte man, durch Zufall spannende Höhlenmalereien in einer Karsthöhle. Dem heutigen "Nidleloch" im Weissenstein.

Anhand der detaillierten Aufzeichnungen, geht man davon aus, dass die Malerarbeiten welche auf 11'000 v.Chr. datiert sind die Grundlage der "11er Sage" bilden und sogar noch Raum für weitere Solothurner Fantasien offen lassen. Leider ist besagter Höhlenteil mittlerweile unzugänglich...

Folgendes ist überliefert

Rund 11'000 Jahre v.Chr. beschloss eine Gruppe von dreizehn Nomaden in der eisfreien Weissenstein Region ihre Wanderschaft zu beenden und in dieser, mittlerweile relativ fruchtbaren Region, sesshaft zu werden.

Aus ihrer Jäger und Sammler Zeit brachten die Gefährten unterschiedliche Fähigkeiten mit, um diese neue Lebenssituation zu meistern. Feste Behausungen wurden errichtet, Saaten wurden auf einfachen Feldern ausgestreut und die ersten Tiere wurden domestiziert. Obwohl das neue Leben viel mehr Zeit und Anstrengung in Anspruch nahm, war die Gruppe mit den Vorzügen der neuen und ruhigeren Lebensweise "eigentlich" sehr zufrieden. 

Der neue Lebensstil im engeren und klar aufgeteilten Raum brachte aber auch neue Streitpunkte und Unzufriedenheit mit sich. Vor allem Besitz und Macht, wurden immer häufiger zum Streitthema. 

Sola, der sonnige und sein Zwillingsbruder Grengor, der stürmische, führten die Geschicke des Clans bis dahin gemeinsam. Auf der Jagd standen sie oft, jeder an der Spitze einer Schar von Getreuen, wo sie ihre Kraft mit wilden Tieren messen konnten. Seit der Sesshaftigkeit beschützen sie nun aber oft nur ihre eigenen Herdentiere, jeder Tag begann dem anderen gleicher zu werden.

Grengor wurde dem bald müssig und die kleinen Differenzen mit Sola, wie man das Dorf am besten voranbringen könne, wurden mit jedem neuen Tag etwas heftiger. Es ging soweit, bis Grengor seinen Bruder eines Tages im Streit zum Kampf um die Stammesführung herausforderte. Sola musste diesen Kampf wohl oder übel annehmen.

Auf einer ebenen Fläche, etwas unterhalb des Weissensteingipfels, wurde in einem rituellen Zweikampf, ausgemacht, wer das zukünftige Stammesoberhaupt sein sollte. Der ehrenhafte Kampf dauerte mehrere Stunden. Der Stürmische Grengor unterlag schliesslich dem beständigen Sola knapp. Unmittelbar nach dem Kampf musste der Verlierer den Stamm mit Hab und Gut verlassen, so war es ausgemacht.

Von ehemals dreizehn Gefährten waren es diese 11 Stammesleute, welche gemäss Überlieferung, mit ihrem Dorf, welches sie ab diesem Tag "Sola" nannten, den Grundstein für das heutige Solothurn legten.

Die Dorfgemeinschaft wuchs natürlich mit den Jahren rasant an und doch feierten die Bewohner an jedem elften Vollmond ein ganz besonderes Fest.

Von Grengor ist überliefert, dass er mit seiner Wegbegleiterin Eta (die geschickte) nach dem Kampf verletzt und gedemütigt weiterzog und dass sie sich unweit ihres angestammten Clans niedergelassen haben um dort, ebenfalls eine neue Siedlung zu gründen. Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um das heutige Grenchen handelt. Was auch die bis heute andauernde spezielle Beziehung der beiden "Geschwisterstädte" in ein etwas anderes Licht rückt.

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So oder ähnlich muss sich das vermutlich ziemlich sicher abgespielt haben. Wenn du Fragen hast zur Geschichte oder selber über weitere Aufzeichnungen oder Wissen verfügst, melde dich bei uns.

 

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